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Sie sind Brillenträgerin. Können oder wollen Sie sich nicht lasern lassen?
Ich will nicht. Als Augenärztin darf ich nichts riskieren. Zudem schätze ich es, wenn ich ganz kleine Sachen in der Nähe perfekt sehen kann. Operiert, wäre das für mich als Kurzsichtige auch mit Lesebrille nicht das Gleiche.
Was raten Sie einem Patienten, der eine Augenlaser - Operation wünscht?
EVELINE FEDERSPIEL: Er soll sich das gut überlegen und mit seinem eigenen Augenarzt darüber sprechen. Man darf nicht vergessen, dass es sich um eine Operation handelt.
Sie würden also eher davon abraten?
Nein. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass man sich der Tragweite des Eingriffs bewusst sein muss und jede Operation mit Risiken verbunden ist.
Und die wären?
Wie bei jeder Operation kann es Komplikationen geben. Da es sich um einen kosmetischen Eingriff bei ansonsten gesunden Augen handelt, wiegen diese besonders schwer. Weitere Laserkorrekturen sind zwar möglich. Rückgängig machen kann man den Eingriff allerdings nicht mehr.
Gibt es Alternativen?
Ja. Das Implantieren einer Kunstlinse zum Beispiel. Das ist zwar ein technisch schwieriger Eingriff, der aber rückgängig gemacht werden kann.
Wie geht das vor sich? Durch einen Schnitt oberhalb der Hornhaut schiebt der Chirurg eine Kunststofflinse ins Auge und verankert sie an der Iris. Die Hornhaut selbst wird, im Gegensatz zum Laser-Verfahren, dabei nicht verändert.
Wann wird ein solcher Eingriff einer Laserbehandlung vorgezogen?
Zum Beispiel bei einer sehr starken Kurzsichtigkeit, wo die Hornhautdicke nach der entsprechenden Laserkorrektur zu dünn würde.
Wo informiert man sich am besten über eine Augen-Laserkorrektur?
Zuerst sollte man seinen Augenarzt aufsuchen. Er kann auch die notwendigen Voruntersuchungen machen, ob die Augen sich dazu eignen oder nicht.
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